Horizon Report Library Edition

On March 27 we had a kickoff meeting for a new project: a Horizon Report Library Edition. Yes, there will be a new Horizon Report with the focus on Academic Libraries in 2014! The partners for this project are the New Media Consortium (www.nmc.org) that will take care of the whole creation process with the work and discussions on the wiki and the publication of the report. The other partners are ETH-Bibliothek Zurich, Technische Informationsbibliothek (TIB) Hannover and HTW Chur that made the project possible.

We will use the same methods and tools as for the well known Horizon Report Higher Education (and all the other HR projects) in order to find out the trends, challenges and technologies playing an important role in the field of academic libraries in the next years. At the moment we are looking for members of the expert panel. If you are interested in joining the team and contributing to this exciting project, you may nominate yourself with this form. In the end about 50 experts from all over the world will contribute to the subjects, discuss the topics and vote for their favorites.

The report will be presented in August 2014 – and it will be open and free, like all the Horizon Reports!

The project team for the Horizon Report Library Edition:

  • Co-project leaders:
    • Larry Johnson (NMC)
    • Lambert Heller (TIB Hannover)
    • Andreas Kirstein (ETH-Bibliothek Zurich)
    • Rudolf Mumenthaler (HTW Chur)
  • Project team:
    • Samantha Adams Becker (NMC, Research and writing lead)
    • Michele Cummins (NMC, research associate)

E-Books in Wissenschaftlichen Bibliotheken

Im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung des VDB an der TIB Hannover habe ich einen aktualisierten Vortrag zum Thema E-Books in Wissenschaftlichen Bibliotheken gehalten. Was hat sich verändert seit dem letzten Jahr?

Aktuell konnte ich auf eine Studie der BITKOM zur Nutzung von E-Books 2013 in Deutschland zurückgreifen (http://www.bitkom.org/de/markt_statistik/64018_77541.aspx). Hauptaussage: 21% aller Bundesbürger nutzen E-Books. Das ist eine Steigerung von fast 100% gegenüber der Umfrage von 2012! Zusammen mit den Zahlen aus der E-Book Marktstudie des Börsenvereins, dass E-Books mittlerweile gegen 10% Anteil am deutschen Buchmarkt haben, sind das markante Veränderungen. Sie belegen, dass die E-Books mittlerweile auch im deutschen Sprachraum angekommen sind.

Spannend auch die Zahl aus der BITKOM-Studie, wonach (immerhin) 17% der Bundesbürger E-Books auch über Öffentliche Bibliotheken beziehen.

Der Hauptteil des Vortrags behandelt die Herausforderungen für Bibliotheken in den (bisherigen) Kernbereichen Erwerbung, Katalogisierung, Bereitstellung und Vermittlung. Hier möchte ich das Thema der Integration von Open E-Books ansprechen. In der Diskussion wurde gefragt, ob eine Plattform wie die EZB oder DBIS für (open) E-Books deren Integration in Bibliothekskataloge fördern würde. Ich denke, ja. Es braucht wohl einen vertrauenswürdigen Aggregator der Open E-Books, der diese sammelt, aufbereitet und über standardisierte Schnittstellen bereitstellt. Wir haben an der HTW Chur am Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft ein Projekt in Planung, das genau in diese Richtung geht. Aktuell führen wir einen Projektkurs mit Studierenden zum Thema Open E-Books Plattform durch, und ein Antrag für ein KTI-Projekt ist in Vorbereitung.

Und ich habe noch auf meinen „Wettbewerb“ verwiesen: ich habe per Twitter gefragt, welche Bibliothek als erste das neue (open) E-Book von Michael Stephens „The Transparent Library“ in ihrem Katalog nachweist. Die Wette gilt – wer gewinnt?

Aussagen über die Zukunft von Bibliotheken

Das Heft #24 der LIBREAS zum Thema Zukünfte ist erschienen. Aus dem Editorial:

Die aktuelle Ausgabe der LIBREAS bietet einen kurzen, zeitgenössischen Einblick in die aktuelle Ausprägung dieser Debattentradition. Die einzelnen Texte repräsentieren, unserer Meinung nach, sehr schön die einzelnen Facetten der Diskussion. Begonnen mit einem positiven Aufruf, die Zukunft gemeinsam mit anderen anzugehen (Corinna Haas und Beate Rusch); von der Diskussion strukturierter Versuche, zumindest die nächste Zukunft vorherzusehen (Rudolf Mumenthaler); über einen Rückblick auf vor teilweise langer Zeit gebaute Zukunftsbibliotheken (Eliane Blumer & Karsten Schuldt); bis hin zum nachdrücklichen Hinweis darauf, dass die Zukunft gestaltet werden muss (Wolfgang Kaiser), stecken die Texte einen Rahmen ab, in dem sich die meisten Debatten um die erwünschten, erhofften oder befürchteten Zukünfte der Bibliotheken bewegen. 

Es freut mich, einen Beitrag zur Diskussion leisten zu können, wie wir versuchen Aussagen über künftige Entwicklungen zu machen. Dabei konnte ich meine Erfahrungen als Experte bei der Erstellung des Horizon Report einfliessen lassen.

Mit Expertenwissen zu Aussagen über künftige Entwicklungen — der Horizon Report Higher Education

Der Horizon Report Higher Education dient auch für Hochschulbibliotheken als wichtige Referenz zur Bewertung aktueller Trends und künftiger Entwicklungen. Der Autor stellt die dem Report zugrunde liegende Methode vor, beleuchtet diese kritisch und reflektiert die Aussagekraft der Prognosen. Die Stärken des Horizon Report liegen in der breiten Abstützung, der Offenheit des Verfahrens und der Publikation sowie der Ausarbeitung der von Expertinnen und Experten ausgewählten Themen. Gewisse Schwächen sieht der Autor in der Abhängigkeit von anderen Trendstudien sowie beim Auswahlverfahren der Trendthemen.

Zitiervorschlag
Rudolf Mumenthaler, „Mit Expertenwissen zu Aussagen über künftige Entwicklungen — der Horizon Report Higher Education“. LIBREAS. Library Ideas, 24 (2014). http://libreas.eu/ausgabe24/03mumenthaler/