Open Peer Review für ein E-Book

Ich habe ein weiteres Kapitel zu meinem Buch über E-Books im Entwurf veröffentlicht und für den Open Peer Review freigegeben (https://ebooksgrundlagen.pressbooks.com/chapter/e-books-lesen/). Mittlerweile sind die Kapitel zu den Grundlagen (Erscheinungsformen, Definition, Formate, DRM und open E-Books) sowie eines zur Nutzung von E-Books (E-Books lesen) als Preprint zur Begutachtung veröffentlicht. Ich freue mich auf euer Feedback!

Ich erkläre gerne, wie ich mir euren Beitrag im OPR vorstelle. Das Buch wird kapitelweise veröffentlicht. Ihr könnt euch also ein Kapitel vornehmen, für das ihr euch interessiert und/oder zu dem ihr eigenes Wissen einbringen könnt und einbringen möchtet. Vom Verfahren her habe ich mir vorgestellt, dass ihr ganz einfach die Kommentarfunktion am Ende des Kapitels benutzt und dort euren Kommentar eintragt (technisch ist dies ein Blog mit Kommentarfunktion). Ihr könnt mir längeres Feedback oder Ergänzungen gerne auch auf einem anderen Kanal, z.B. per Mail, zukommen lassen. Ich werde diese Beiträge prüfen und nach Möglichkeit auch berücksichtigen. Wer einen Beitrag leistet, wird im Buch verdankt und wer einen grösseren Textbeitrag leistet, wird im entsprechenden Kapitel als AutorIn oder Ko-AutorIn aufgeführt.

Dies wäre eine weitere Möglichkeit: Wer zum Thema E-Books und E-Books in Bibliotheken ein eigenes Kapitel beitragen möchte, kann mir das sehr gerne vorschlagen. Hier wäre es wohl sinnvoll, mir zuerst dieses Interesse anzumelden und das Thema vorzuschlagen. Danach einigen wir uns auf die Form und die Länge des Beitrags, der dann als Eigenleistung der Autorin/des Autors ausgewiesen wird. Das Werk wird unter der CC-BY-NC-Lizenz veröffentlicht, die einzelnen Kapitel unter CC-BY. Falls es Einnahmen durch den Verkauf von E-Book oder Printversion gibt, würde ich die einem entsprechenden gemeinnützigen Zweck zukommen lassen. Damit müssten beitragende AutorInnen einverstanden sein.

Diese Kapitel sind bereits publiziert:

Einführung

 

1. E-Books Grundlagen

 

1.1 Erscheinungsformen von E-Books

1.2 Definition von E-Books

1.3 E-Books-Formate

1.4 Digital Rights Management (DRM)

1.5 Open E-Books

 

2. Nutzung von E-Books

 

2.1 E-Books lesen

Und diese Kapitel sind noch in Vorbereitung:

2.2 Barrierefreie E-Books

2.3 Zitierbarkeit von E-Books

2.4 Arbeiten mit E-Books

2.5 Der E-Book-Markt

3. E-Books in Bibliotheken

3.1 E-Books in Wissenschaftlichen Bibliotheken

3.2 E-Books in Öffentlichen Bibliotheken

4. E-Books produzieren

4.1 Produktion von E-Books

4.2 Produktion von enhanced E-Books

Danke fürs Mitmachen!

E-Book über E-Books: Mitmachen beim offenen Publikationsprozess

Ich arbeite an einer Publikation über E-Books, ein Thema, das mich schon länger beschäftigt. Bevor ich inhaltlich auf das Projekt eingehe, möchte ich alle herzlich einladen, sich an dieser Publikation zu beteiligen. Ich habe mich entschieden, der Community die Möglichkeit zu geben, sich aktiv einzubringen. Zum einen im Sinne eines Open Peer Review, in dem die im Entwurf veröffentlichten Kapitel begutachtet, kommentiert, korrigiert und ergänzt werden können. Zum anderen lade ich Interessierte dazu ein, eigene Kapitel vorzuschlagen und zu schreiben. Alle, die entweder als GutachterIn oder als AutorIn zum Werk beitragen, werden entsprechend in der Publikation als MitautorInnen oder als Beitragende erwähnt. Voraussetzung ist natürlich die Zustimmung dazu und zur Publikation des fertigen Werks unter einer CC-BY-Lizenz. Weiterlesen „E-Book über E-Books: Mitmachen beim offenen Publikationsprozess“

Herausforderung für Bibliotheken: Urheberrecht

Mit dem Urheberrecht wage mich an ein ziemlich komplexes Thema, und dies ohne spezifisches juristisches Fachwissen.* Es betrifft zwar weltweit sehr viele Bibliotheken, doch ist das Recht jeweils länderspezifisch und unterscheidet sich somit im Detail. Ich war jetzt im Kontext des Schweizer Bibliotheksverbands BIS mehrmals mit Fragen zum Urheberrecht, den möglichen Implikationen für Bibliotheken und den Handlungsmöglichkeiten für Bibliotheken oder Verbände konfrontiert.

*  Disclaimer: der vorliegende Beitrag gibt die persönliche Meinung eines juristischen Laien wieder und bezieht sich vorwiegend auf das schweizerische Urheberrecht.

Weiterlesen „Herausforderung für Bibliotheken: Urheberrecht“

Trend und Herausforderung für Bibliotheken #9: mobile Inhalte und Barrierefreiheit

Das Thema Bereitstellung mobiler Inhalte hat es 2014 nochmals in die wichtigsten kurzfristigen Trends des Horizon Reports geschafft. Mittlerweile setze ich das Thema als bekannt und umgesetzt voraus, jedenfalls was die Anpassung der Websites an die vorwiegend mobile Internetnutzung betrifft. Websites müssen heute selbstverständlich mobilfreundlich sein und in responsive Design gestaltet werden, das Motto lautet sogar „mobile first“. In diesen Kontext gehört für mich auf die Barrierefreiheit von Bibliotheksangeboten. Weiterlesen „Trend und Herausforderung für Bibliotheken #9: mobile Inhalte und Barrierefreiheit“

Digitale Lehrbücher: es bleibt viel zu tun…

Die Ankündigung von Amazon, mit dem Kindle Textbook Creator die Produktion von digitalen Lehrbüchern zu unterstützen (siehe den Beitrag bei engadget.com oder bei Buchreport.de), zeigt auf, wie weit entfernt die aktuell verfügbaren Tools und die Angebote vom Potential sind, das in diesem Bereich eigentlich steckt – und heute schon genutzt werden könnte. Weiterlesen „Digitale Lehrbücher: es bleibt viel zu tun…“

Weiterverkauf von E-Books – zwei gegensätzlich Gerichtsurteile

In den letzten Monaten sind zwei widersprüchliche Urteile in Bezug auf den Weiterverkauf von E-Books gefällt worden. Zunächst hat Ende Juli ein Amsterdamer Gericht eine Klage des Verlegerverbands gegen die Plattform Tom Kabinet, auf der E-Books weiterverkauft werden, abgelehnt. Mehr dazu auf Lesen.net. Das holländische Gericht sieht offenbar eine Parallele zum EU-Urteil von 2012, wonach gebrauchte Software weiterverkauft werden darf. Weiterlesen „Weiterverkauf von E-Books – zwei gegensätzlich Gerichtsurteile“

E-Books in Wissenschaftlichen Bibliotheken

Im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung des VDB an der TIB Hannover habe ich einen aktualisierten Vortrag zum Thema E-Books in Wissenschaftlichen Bibliotheken gehalten. Was hat sich verändert seit dem letzten Jahr?

Aktuell konnte ich auf eine Studie der BITKOM zur Nutzung von E-Books 2013 in Deutschland zurückgreifen (http://www.bitkom.org/de/markt_statistik/64018_77541.aspx). Hauptaussage: 21% aller Bundesbürger nutzen E-Books. Das ist eine Steigerung von fast 100% gegenüber der Umfrage von 2012! Zusammen mit den Zahlen aus der E-Book Marktstudie des Börsenvereins, dass E-Books mittlerweile gegen 10% Anteil am deutschen Buchmarkt haben, sind das markante Veränderungen. Sie belegen, dass die E-Books mittlerweile auch im deutschen Sprachraum angekommen sind.

Spannend auch die Zahl aus der BITKOM-Studie, wonach (immerhin) 17% der Bundesbürger E-Books auch über Öffentliche Bibliotheken beziehen.

Der Hauptteil des Vortrags behandelt die Herausforderungen für Bibliotheken in den (bisherigen) Kernbereichen Erwerbung, Katalogisierung, Bereitstellung und Vermittlung. Hier möchte ich das Thema der Integration von Open E-Books ansprechen. In der Diskussion wurde gefragt, ob eine Plattform wie die EZB oder DBIS für (open) E-Books deren Integration in Bibliothekskataloge fördern würde. Ich denke, ja. Es braucht wohl einen vertrauenswürdigen Aggregator der Open E-Books, der diese sammelt, aufbereitet und über standardisierte Schnittstellen bereitstellt. Wir haben an der HTW Chur am Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft ein Projekt in Planung, das genau in diese Richtung geht. Aktuell führen wir einen Projektkurs mit Studierenden zum Thema Open E-Books Plattform durch, und ein Antrag für ein KTI-Projekt ist in Vorbereitung.

Und ich habe noch auf meinen „Wettbewerb“ verwiesen: ich habe per Twitter gefragt, welche Bibliothek als erste das neue (open) E-Book von Michael Stephens „The Transparent Library“ in ihrem Katalog nachweist. Die Wette gilt – wer gewinnt?

Open E-Books in Bibliotheken

Im neusten Heft des Bibliotheksdienst habe ich für die Kolumne der Zukunftswerkstatt einen Beitrag unter dem Titel „Verzweifelt gesucht – Open E-Books in Bibliotheken“ veröffentlicht. Es freut mich, dass der Artikel unter Open Access publiziert wurde und somit für alle öffentlich zugänglich ist!

Und hier geht es zum Beitrag: 10.1515/bd-2014-0024

Open E-Books in Libraries at #OAI8

Last week I attended the CERN workshop on innovation in scholarly communication (#OAI8) in Geneva. There were a lot of interesting talks and discussions. In more than one session we talked about open access models for e-books. Rupert Gatti from  www.openbookpublishers.com explained his business model and reported about his experience with open access e-books. By the way, it reminded me of Andreas von Guntens model with buch & netz, a small Swiss company that publishes e-books under a Creative Commons licence, that are freely available (as web publication) but also can be bought on his homepage and in all bigger online stores. And he uses (as I did with my own e-book about e-books) the platform pressbooks.com for production and publication.

But back to Rupert Gattis experience. Something that really stroke me was when he said that libraries do not acquire his e-books. Only if he gives it to a commercial aggregator like Ebrary it will be bought or licensed by libraries – now with the restrictions of a DRM! Just imagine shortly: an e-book is freely available, without DRM, in different formats (EPUB, PDF, Mobi) – but libraries are only interested, when they can license it on a commercial platform in a format restricted by DRM!

I noticed a similar fact when I checked if some freely available e-books are integrated in library catalogues. Usually you don’t find open e-books in a library catalogue (if there are examples, let me know!). But I am convinced that users would really like to find them there. They wouldn’t need to lend them, but they just could download them – like on the website of the Project Gutenberg. By the way – they have great licence agreements there, and any library could use these e-books for free… But why libraries don’t do that? At least here in Europe? Maybe because they think offering free e-books to download would not be an appropriate library service? But hey, the world is changing! Libraries do have to consider new service models. And giving access to content is one basic role of libraries!

What is wrong? We discussed about that in the workshops at OAI8 and I came to the conclusion that the main problem is that free e-books don’t fit to the usual processes in libraries. 1) you can’t license or buy some of these free e-books – and some libraries still think that the catalogue is only for media that have been acquired (bought or licensed). But the two examples of OA publishers I mentioned above do offer e-books to be bought. So in these cases there must be different reasons. 2) Libraries usually link to content on the publisher’s homepage. So an e-book is no file but a link. You can’t set the usual SFX link (but you could link to a DOI eventually) if the e-book is a downloadable file. 3) Only publications from faculty members are stored on document servers (in so called institutional repositories) and then catalogued and made available through the library catalogue. And these publications are usually in PDF format. These institutional repositories are not considered as platforms for different kind of media types or for publications from authors from other institutions.

So, what should a library do, when there are open e-books (on homepages of researchers or for example in the Project Gutenberg) as files in different formats to download? I am convinced that library users would like to get access to this kind of documents if they fit to the collection profile of the library. That means that libraries should catalogue (or import metadata) of open e-books. And they should download the files in different formats and integrate it into their document servers. So these platforms have to be adapted to these requirements and be able to manage also e-books in different formats (EPUB, mobi and PDF). And if libraries give access also to e-books in EPUB format, there will be a real mobile user experience. And maybe we can put a little pressure on commercial publishers to distribute their e-books also in mobile and user friendly formats – and without DRM, of course!

In 2012 an interesting case study on „Collaborative Batch Creation for Open Access E-Books“ was published. In this project  freely available e-books from National Academies Press were catalogued by volunteers. They upgraded bibliographic records for aggregation into a batch that could be easily loaded into library catalogs.

Young, Philip and Culbertson, Rebecca and McGrath, Kelley Collaborative Batch Creation for Open Access E-Books: A Case Study. In: Cataloging & Classification Quarterly, 2012, vol. 51. http://eprints.rclis.org/17930/

And if you are looking for more open e-books: in the blog no shelf required a list of several open access e-books collections was published last year.

And what can we do? At the Swiss Institute for Information Science we are thinking on a new project in which we want to create a platform for open access e-books, so that public and academic libraries can easily link to them and integrate it in their catalogs. If you are interested (as a librarian, publisher, software developer or…) to collaborate in such a project, don’t hesitate to contact me!

E-book about E-Books, version 1.2

My e-book about E-books and E-readers in Libraries has been updated! Version 1.2 contains my blog posts from January to March 2013. There are again files in the formats EPUB and Mobipocket (for usage on Kindle) available and now also as a PDF.

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Download PDF version (Format A4, aktualisiert am 26.3.2013)