Thoughts on the future of libraries

Full title: Thoughts on the future of scientific information infrastructure institutions (formerly known as „Libraries“)

In my keynote at ASpB Conference 2013 in Kiel, I’ve been thinking about the future of libraries – based on the recently published 10 theses on the future profile of scientific information infrastructure institutions by Klaus Tochtermann. I published my main thoughts here in my blog some months ago, and I decided to translate them for my English speaking audience.

Weiterlesen „Thoughts on the future of libraries“

Haben Bibliotheken KundInnen?

I did it again! Ich habe in meinem Beitrag über „Innovation nicht nur in grossen Bibliotheken“ von „Bibliothekskunden“ gesprochen. Ein Kollege äusserte sich dann auf Twitter, er sei von mir „enttäuscht“. Wie er das wohl gemeint hat? Ich hatte auch schon intensive Diskussionen mit meinem Bürokollegen. Er spricht konsequent von Nutzerinnen und Nutzern, ich habe zu Beginn konsequent von Kunden (ja, auch von Kundinnen) gesprochen und tendiere mittlerweile zu beiden Varianten – ja nach Kontext. Weiterlesen „Haben Bibliotheken KundInnen?“

Innovation nicht nur in grossen Bibliotheken

Die Kolumne für die Zukunftswerkstatt im Bibliotheksdienst ist einem Thema gewidmet, mit dem ich mich seit einiger Zeit befasse: Welche Möglichkeiten haben gerade kleinere Bibliotheken, um erfolgreiche Innovationen zu realisieren? Innovationsmanagement ist ja eher etwas für grosse Bibliotheken und Organisationen mit einer bestimmten Komplexität. Hier ist es wichtig, Verantwortlichkeiten zu definieren, den Innovationsprozess festzulegen, für ein Ideenmanagement zu sorgen und die Umsetzung der Ideen zu begleiten bis zur erfolgreichen Markteinführung. Ich denke, dass sich die meisten Grundsätze des Innovationsmanagements auch in kleineren Institutionen umsetzen lassen. Nicht in Form eines ausgefahrenen Managements, sondern mit Hilfe einfacher Methoden und vor allem mit der Bereitschaft und Offenheit, etwas zu bewegen.

Wichtig scheinen mir folgende Grundsätze:

  • den Mitarbeitenden Freiraum geben für die Entwicklung von Ideen
  • den NutzerInnen zuhören und ihren Input für neue oder verbesserte Dienstleistungen aufnehmen – dies kann auch in Form einer Beschwerde geäussert werden
  • neue Ideen (von Mitarbeitenden und von NutzerInnen) regelmässig besprechen
  • auf der Grundlage von vordefinierten Kriterien über die Umsetzung oder Weiterverfolgung der Ideen entscheiden
  • die Entscheide transparent kommunizieren (dies kann auch mündlich in der Teamsitzung erfolgen)
  • eine Innovationskultur pflegen, indem die Leitung die Mitarbeitenden ermutigt, neue Ideen zu äussern und mal etwas Neues auszuprobieren
  • eine Fehlerkultur pflegen, indem auch ein gescheitertes oder bewusst abgebrochenes Projekt als wichtige Erfahrung gewertet wird, aus der man als Organisation lernen kann
  • eine Kultur der Beta-Versionen pflegen: auch unfertige, noch nicht perfektionierte Entwürfe, Versuche oder Prototypen sollen den NutzerInnen zum Ausprobieren vorgelegt werden.

Innovation auch für kleinere Bibliotheken? Ich kann die Frage bejahen – entscheidend scheint mir die Bereitschaft, alte Wege zu verlassen, offen zu sein für Neues und sowohl Mitarbeitende wie auch Kunden in die Entwicklung mit einzubeziehen.

mehr von mir zum Thema:

 

Bericht zur Tagung E-Books in Wissenschaftlichen Bibliotheken

Bericht zur Tagung E-Books in Wissenschaftlichen Bibliotheken

Im TIB-Blog ist der Bericht zur Tagung „E-Books in Wissenschaftlichen Bibliotheken“ vom 18./19. März in Hannover erschienen.

Vortrag zur Schweizer Auswanderung ins zaristische Russland

Now for something completely different: Am Mittwoch 9. April werde ich im Rahmen einer Ringvorlesung des Historischen Seminars der Universität Zürich, Abteilung für Osteuropäische Geschichte, einen Vortrag zu einem Thema halten, dem ich mich in einem früheren Leben als Historiker gewidmet hatte. Ich werde einen Überblicksvortrag zur Geschichte der Schweizer Auswanderung ins zaristische Russland (1700-1917) halten.

Der Vortrag findet an der Universität Zürich im Kollegiengebäude — KO2 F 150 statt, und zwar am Mittwoch, 18.15-19.45 Uhr. Der Vortrag ist öffentlich.

 

Bild1. Augustfeier der Schweizer Kolonie in Moskau. Bildquelle: Russlandschweizer Archiv