Das Veränderungspotential von SLSP

Im Blog des Projekts SLSP (Swiss Library Service Platform) habe ich einige Gedanken zum Veränderungspotential von SLSP formuliert. Mir scheint es wichtig, dass jetzt, bevor wegweisende Entscheidungen gefällt werden, einige Grundsatzfragen diskutiert und geklärt werden. Es geht dabei um die Fragen, wer in SLSP in welcher Form und in welcher Rolle mitmachen und mitentscheiden wird und welche Aufgaben der zentrale Dienstleister mittelfristig übernehmen soll. Ich plädiere ja schon länger für neue Formen der Zusammenarbeit, und SLSP scheint mir für die Schweizer Bibliothekslandschaft eine einmalige Gelegenheit einen grossen Schritt in diese Richtung zu gehen. Aber man sollte sich der Konsequenzen bewusst sein und offene Fragen jetzt klären. Nur so kann das Projekt erfolgreich sein.

Blogbeiträge mit Bezug zum Thema Zusammenarbeit und SLSP:

Auf dem Weg zu neuer Kooperation: das Projekt SLSP

Heute fand in Bern die Auftaktveranstaltung zum ambitionierten Projekt Swiss Library Service Platform (SLSP) statt. Ich schätze dieses Projekts als wegweisend ein für die künftige Form der Zusammenarbeit der Schweizer Wissenschaftlichen Bibliotheken. Es geht dabei nicht nur um eine zukunftsträchtige technische Lösung, sondern auch um die Gestaltung und Organisation künftiger gemeinsamer Dienstleistungen. In der ersten, vom SUK-Programm 2013-2016 P-2 «Wissenschaftliche Information: Zugang, Verarbeitung und Speicherung» (mit)finanzierte Phase geht es um die Konzeption einer tragfähigen Lösung. Weiterlesen „Auf dem Weg zu neuer Kooperation: das Projekt SLSP“

Trend und Herausforderung #4: Kollaboration

Jørgen Stamp: International Digital Preservation (CC-BY)
Jørgen Stamp: International Digital Preservation (CC-BY)

Viele der bisher angesprochenen Trends enthalten das Element Zusammenarbeit. Bei OER muss z.B. mit Lehrenden, Didaktikstellen, E-Learning-Fachstellen und anderen zusammengearbeitet werden. Multidisziplinär ausgerichtete Forschung, wie z.B. in den Digital Humanities, bedingen eine fächerübergreifende Kooperation. Viele der elektronischen Dienstleistungen kann eine einzelne Bibliothek gar nicht betreiben – und wenn es technisch möglich wäre, macht es inhaltlich wenig Sinn: digitale Langzeitarchivierung, Repositorien, Digitalisierungsplattformen, Lizenzierung und vieles mehr wird heute schon in Form von Verbünden, Konsortien oder Netzwerken betrieben und den Nutzern angeboten. Cloudbasierte Infrastrukturen werden diesen Trend noch verschärfen und die Grundsatzfrage aufwerfen, was man in welcher Form gemeinsam betreiben kann oder muss. Das Konzept von Linked Open Data (Diskussion dazu folgt) verlangt nach koordinierter Zusammenarbeit – und so wird sich die Katalogisierung in naher Zukunft komplett verändern. International agierende Unternehmen oder Organisationen (wie z.B. OCLC oder ExLibris) richten ihre Produkte auf diese weltweite Kooperation aus, und es stellt sich die Frage, in welchem Ausmass Bibliotheken die Entwicklung mitgestalten werden oder diese den kommerziellen Vorreitern überlassen.

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