Trend und Herausforderung #11: Makerspaces in Bibliotheken

Bei diesem Thema sehe ich die Herausforderung darin, das Konzept Makerspace als neues didaktisches Konzept zur Wissensvermittlung zu verstehen und auf die Bedürfnisse der eigenen Zielgruppe zu adaptieren. Ein Makerspace bedeutet nicht, einen Raum mit einem 3D-Drucker anzubieten oder Schulungen zu veranstalten. Makerspace bedeutet viel mehr einen Raum zu schaffen, der zum Experimentieren, Ausprobieren und Basteln einlädt. Inhaltlich können die Angebote vom Häkeln über Multimedia-Produktion, Roboterbauen bis hin zum 3D-Modellieren und Printen reichen.

Pete Prodoehl: Good Crowd at Milwaukee Makerspace
Pete Prodoehl: Good Crowd at Milwaukee Makerspace

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Trend und Herausforderung #10: Bibliothek als Raum

In die Ausgabe 2014 des Horizon Report Library Edition hat es das Thema neue Funktionen der Bibliothek als Raum nicht geschafft. Doch die in den vorangegangenen Beiträgen geschilderten Veränderungen wirken sich unmittelbar auch auf die Funktion und die Gestaltung des Raums der Bibliotheken aus. Oder anders herum lässt sich sagen, dass sich Bibliotheken im Raum neue Nutzungsformen erschliessen müssen, da sich die traditionellen Geschäftsbereiche und Nutzungsformen verändern.

Two students writing a project together at Hjørring library.  Photo by: Per Drustrup Larsen
Two students writing a project together at Hjørring library.
Photo by: Per Drustrup Larsen

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Trend und Herausforderung für Bibliotheken #9: mobile Inhalte und Barrierefreiheit

Das Thema Bereitstellung mobiler Inhalte hat es 2014 nochmals in die wichtigsten kurzfristigen Trends des Horizon Reports geschafft. Mittlerweile setze ich das Thema als bekannt und umgesetzt voraus, jedenfalls was die Anpassung der Websites an die vorwiegend mobile Internetnutzung betrifft. Websites müssen heute selbstverständlich mobilfreundlich sein und in responsive Design gestaltet werden, das Motto lautet sogar „mobile first“. In diesen Kontext gehört für mich auf die Barrierefreiheit von Bibliotheksangeboten. Weiterlesen „Trend und Herausforderung für Bibliotheken #9: mobile Inhalte und Barrierefreiheit“

Trend und Herausforderung #8: alternative Suche

Das Problem ist seit einiger Zeit bekannt, das Rezept noch nicht gefunden: Den Bibliotheken ist eine wohl übermächtige Konkurrenz als wichtigste Informationsvermittler erwachsen. Mit Google Scholar bietet der Suchmaschinenriese auch eine spezifische Suche nach wissenschaftlichen Ressourcen an, Forschungs- und Austauschplattformen sind entstanden, auf denen WissenschaftlerInnen Informationen austauschen und sich vernetzen (z.B. ResearchGate oder Mendeley).

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Trend und Herausforderung #7: Change

Die Herausforderung „Bereitschaft zu radikalem Wandel“ betrifft sowohl die Institution Bibliothek wie auch die Mitarbeitenden. Bibliotheken befinden sich in einem höchst dynamischen Umfeld, denn Entwicklungen in der Informationstechnologie betreffen Bibliotheken unmittelbar. Das fordert Bibliotheken sowohl auf der Ebene der Dienstleistungen als auch der internen Organisation. Der radikale Wandel im Aussen bedeutet, dass neue Dienstleistungen und Geschäftsmodelle entwickelt werden müssen, um sich den veränderten Anforderungen anzupassen. Im Innern bedeutet dies, neue Strukturen zu entwickeln und neue Methoden des Managements einzuführen. Die Bereitschaft, sich neu zu erfinden, neue Geschäftsfelder zu erschliessen und die Form der Zusammenarbeit zu erneuern, ist eine der grössten Herausforderungen. Zumal gerade auch die interne Organisation von Bibliotheken noch weitgehend linear und hierarchisch ausgerichtet ist. Agile Formen der Produktentwicklung, dynamische Organisationsformen und die Partizipation von Mitarbeitenden und Nutzern werden künftig diese traditionellen Strukturen aufweichen.

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Trend und Herausforderung #6: neue Aufgaben und Rollen für Bibliothekarinnen und Bibliothekare

Angesichts der in den vorangegangenen Beiträgen beschriebenen grossen bevorstehenden Veränderungen erstaunt es nicht, dass die neuen Anforderungen an die Mitarbeitenden in Bibliotheken eine der oft genannten Herausforderungen sind. Gerade die Veränderungen im Kerngeschäft wirken sich nachhaltig auf die Aufgaben und Rollen von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren aus:

Jørgen Stamp: : Planung (CC-BY)
Jørgen Stamp: : Planung (CC-BY)

Jørgen Stamp: Planlaegning (CC-BY), http://digitalbevaring.dk/planlaegning-af-digitaliseringsprojekter/

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Trend und Herausforderung #5: Linked Open Data

Die grosse Herausforderung bei Linked Open Data besteht meines Erachtens darin, dass das Wissen um die Funktion und das Potential von LOD mit bibliothekarischem Fachwissen und der Bereitschaft zu einem grundsätzlichen Überdenken der bisherigen Praxis kombiniert werden muss. Schon seit einigen Jahren wird der Einsatz von LOD in Bibliothekskatalogen propagiert und mittlerweile in verschiedenen Fällen auch umgesetzt. Normdaten werden als offen als verlinkte Daten publiziert, wie zum Beispiel die GND, die im Rahmen des Linked Data Service der Deutschen Nationalbibliothek angeboten wird.

LOD Cloud Diagram as of September 2011, Anja Jentsch (CC-BY)
LOD Cloud Diagram as of September 2011, Anja Jentsch (CC-BY)

Anja Jentzsch: LOD Cloud Diagramm (CC-BY)

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Trend und Herausforderung #4: Kollaboration

Jørgen Stamp: International Digital Preservation (CC-BY)
Jørgen Stamp: International Digital Preservation (CC-BY)

Viele der bisher angesprochenen Trends enthalten das Element Zusammenarbeit. Bei OER muss z.B. mit Lehrenden, Didaktikstellen, E-Learning-Fachstellen und anderen zusammengearbeitet werden. Multidisziplinär ausgerichtete Forschung, wie z.B. in den Digital Humanities, bedingen eine fächerübergreifende Kooperation. Viele der elektronischen Dienstleistungen kann eine einzelne Bibliothek gar nicht betreiben – und wenn es technisch möglich wäre, macht es inhaltlich wenig Sinn: digitale Langzeitarchivierung, Repositorien, Digitalisierungsplattformen, Lizenzierung und vieles mehr wird heute schon in Form von Verbünden, Konsortien oder Netzwerken betrieben und den Nutzern angeboten. Cloudbasierte Infrastrukturen werden diesen Trend noch verschärfen und die Grundsatzfrage aufwerfen, was man in welcher Form gemeinsam betreiben kann oder muss. Das Konzept von Linked Open Data (Diskussion dazu folgt) verlangt nach koordinierter Zusammenarbeit – und so wird sich die Katalogisierung in naher Zukunft komplett verändern. International agierende Unternehmen oder Organisationen (wie z.B. OCLC oder ExLibris) richten ihre Produkte auf diese weltweite Kooperation aus, und es stellt sich die Frage, in welchem Ausmass Bibliotheken die Entwicklung mitgestalten werden oder diese den kommerziellen Vorreitern überlassen.

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Herausforderung #2: Langzeitarchivierung

Jørgen Stamp: Archivplan, CC-BY
Jørgen Stamp: Archivplan, CC-BY

Jørgen Stamp: Bevaringsplan, CC-BY from http://digitalbevaring.dk/bevaringsplan/

Wie schon angesprochen, befassen sich Bibliotheken traditionell mit der Archivierung von Medien, seit einiger Zeit auch mit der Archivierung von digitalen Medien. Der Schreibende hat die Entwicklung an der ETH Zürich in diesem Bereich zum Teil direkt, zum Teil mittelbar miterlebt. Hier hat sich gezeigt, dass neben der archivarischen und informationstechnischen Fachkompetenz auch viel Geduld gefragt war, bis sich die Bibliothek an der Hochschule als anerkannter Partner von IT und Forschung etablieren konnte. Mittlerweile gehört der Service Digitaler Datenerhalt ins Portfolio der ETH-Bibliothek (vgl. dazu https://www.library.ethz.ch/ms/Digitaler-Datenerhalt-an-der-ETH-Zuerich). Weiterlesen „Herausforderung #2: Langzeitarchivierung“

Trend und Herausforderung #1: Forschungsdaten

digitale Archivierung

Jørgen Stamp: Digitalbevaring (CC-BY from http://digitalbevaring.dk/digital-bevaring/)

Diese Thematik wird im Horizon Report mehrfach angesprochen: über die beiden Trends zunehmender Fokus auf Forschungsdatenmanagement, Zunehmende Zugänglichkeit von Forschungsinhalten sowie die Herausforderung Erfassung und Archivierung digitaler Forschungsergebnisse. Zudem besteht ein direkter Bezug zur neuen Rolle von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren, da für diese Aufgabe neues Know-how gefordert wird.

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