Zur Zukunft der Schweizer Bibliotheksverbünde

Für die vierte Ausgabe (Bd. 2, No.1) von 027.7, der Open Access-Zeitschrift für Bibliothekskultur, haben Karsten Schuldt und ich einen Beitrag verfasst, der die öffentliche Diskussion über die Zukunft von Bibliotheksverbünden auch in der Schweiz lancieren soll. Es freut mich, dass es somit zu einer Zusammenarbeit zwischen den OA-Journals 027.7, LIBREAS und der  Informationspraxis gekommen ist. Weiterlesen „Zur Zukunft der Schweizer Bibliotheksverbünde“

Vortrag zur Zukunft von Bibliotheken

Ich war eingeladen, im Rahmen des Jubiläums Goethe-Universität 100 einen Vortrag zur Zukunft von Bibliotheken in der Informationsgesellschaft an der Stadtbücherei Frankfurt a/M zu halten. Erfreulicherweise gelang das Vorhaben der OrganisatorInnen, Bibliothekarinnen und Bibliothekare der Universitätsbibliothek und der Stadtbücherei zusammen mit interessierten NutzerInnen für dieses Thema anzusprechen. Im Anschluss an den Vortrag entstand eine spannende Diskussion. Herzlichen Dank dafür an alle Teilnehmenden! Weiterlesen „Vortrag zur Zukunft von Bibliotheken“

Thoughts on the future of libraries

Full title: Thoughts on the future of scientific information infrastructure institutions (formerly known as „Libraries“)

In my keynote at ASpB Conference 2013 in Kiel, I’ve been thinking about the future of libraries – based on the recently published 10 theses on the future profile of scientific information infrastructure institutions by Klaus Tochtermann. I published my main thoughts here in my blog some months ago, and I decided to translate them for my English speaking audience.

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Teilstrategien zum SUK-Programm Scientific Information als Entwurf veröffentlicht

Im Auftrag der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten laufen zur Zeit die Arbeiten für das SUK-Programm 2013-2016 P-2 „Wissenschaftliche Information: Zugang, Verarbeitung und Speicherung„. Bis Mitte Oktober haben sieben Gruppen Teilstrategien für Handlungsfelder erarbeitet, die zuvor in einem Grundlagenpapier von IBM Consulting definiert worden waren (IBM Consulting, „Grundlagen zur Strategie“ (deutsch / französisch / englisch)). In diesem Grundlagenpapier wurden künftige nationale Services sowie Funktionsblöcke definiert. Zu den aufgeführten sechs Funktionsblöcken (plus zum Handlungsfeld Nationale Organisation) sollten dann von Expertengruppen Teilstrategien entwickelt werden. Ich war mit Christian Fuhrer von der HBZ Zürich Leiter des Teilprojekts E-Publishing. In diesem Block waren die meisten bibliotheksbezogenen Themen enthalten, wie Open Access, Digitalisierung, Lizenzierung wissenschaftlicher Informationsressourcen (Stichwort Nationallizenzen). Wobei unklar war, wie und wo die Bibliotheken in diesem Programm überhaupt angesprochen werden. Es zeigte sich, dass die Schweizer Hochschulbibliotheken schlecht vorbereitet sind für ein nationales Programm, das eine nationale Forschungsinfrastruktur aufbauen oder fördern will. Es gibt eigentlich nur das Konsortium der Schweizer Hochschulbibliotheken, das einen wirklich nationalen Charakter und Auftrag hat. Ansonsten gibt es die Zusammenarbeit in Bibliotheksverbünden und in einigen Projekten aus dem Förderprogramm E-lib.ch, wie z.B. E-Rara, Retro Seals oder E-Codices. Entsprechend haben wir jetzt in der Teilstrategie E-Publishing eine nationale Organisation der Hochschulbibliotheken gefordert, die für die Erbringung nationaler Dienstleistungen für die Forschung und für die Koordination nationaler Aufgaben zuständig sein soll. Weitere Vorschläge: Einrichtung eines Open Access Publikationsfonds, Einrichten eines Fonds für Digitalisierungsprojekte (plus Weiterführung laufender Projekte aus dem E-Lib-Programm), Einrichtung eines Metadatenpools und Publikation als LOD, Einrichtung von Schnittstellen und Definition von Standards für Repositorien, Beschaffung von Nationallizenzen und vieles mehr.

Aber es gilt zu beachten, dass diese Teilstrategien nur die Vorschläge der Experten wiedergeben, und noch nicht vom Lenkungsausschuss verabschiedet worden sind. Die Teilstrategien werden jetzt von der Programmleitung zu einem White Paper verarbeitet, das dann die Grundlage für Projektausschreibungen sein soll. Dies wäre eigentlich bis anfangs November vorgesehen gewesen, doch hat es der Lenkungsausschuss nicht geschafft, die (erwartungsgemäss) sehr komplexen Anforderungen aus den Teilstrategien zu priorisieren und das Strategiepapier abzunehmen. Somit verzögert sich auch die für November geplante Projektausschreibung um noch unbestimmte Zeit. So bietet sich jetzt Gelegenheit, um diese Teilstrategien zu diskutieren…

Und hier sind die Teilstrategien von sechs Handlungsfeldern (sie werden von der Website der CRUS aus verlinkt):

Wer sich die Mühe macht, die in den Teilstrategien vorgeschlagenen Action Items auf ihren Finanzierungsbedarf anzusehen, wird feststellen, dass deutlich mehr Mittel nötig wären, als die von der SUK gesprochenen rund 37 Mio. Franken. Die Auswahl und Priorisierung ist denn auch eine grosse Herausforderung. Es werden also bestimmt nur wenige der vorgeschlagenen Action Items auch als Projekte ausgeschrieben. Über das weitere Vorgehen und den revidierten Zeitplan wird auf der Webseite der CRUS informiert.

Gedanken zur Zukunft wissenschaftlicher Informationsinfrastruktureinrichtungen (vormals „Bibliotheken“)

In der Keynote zur ASpB-Tagung 2013 in Kiel habe ich mir Gedanken zur Zukunft von Bibliotheken gemacht – in Anlehnung an die kurz zuvor erschienenen 10 Thesen zum zukünftigen Profil von wissenschaftlichen Informationsinfrastruktureinrichtungen von Klaus Tochtermann in Thesenform und mit der Bezeichnung „wissenschaftliche Informationsinfrastruktureinrichtungen“ für das, was man bisher Bibliotheken nannte. In der Diskussion nach dem Vortrag zeigte sich, dass einigen der Thesen mit „das tun wir doch schon lange“ begegnet wurde. Dazu eingangs noch einige Bemerkungen. Natürlich diskutiert man (gerade im deutschen Bibliothekswesen) schon länger von einer notwendigen verstärkten Kooperation. Und klar wissen Bibliotheken schon lange, dass man sich an den Kunden orientieren muss. Aber was ich bei diesen Punkten meine, sind wirklich neue Formen der Kooperation. Die aktuelle Diskussion um den DFG-Antrag Cloudbasierte Infrastruktur für Bibliotheksdaten zeigt etwa in diese Richtung. Und wenn ich von zielgruppenspezifischen Dienstleistungen spreche, meine ich, dass es nicht mehr genügt, die Wünsche der aktuellen Nutzerinnen und Nutzer zu kennen und „nach Möglichkeit“ zu berücksichtigen. Es geht hier auch darum, NichtnutzerInnen und ihre Gründe für die Nichtnutzung der Bibliothek zu kennen und die Arbeitsweisen und Bedarfe der potentiellen Kunden zu kennen. Und dann entsprechende Dienstleistungen anzubieten oder zu entwickeln. Kurz: wer jetzt sagt, „aber das tun wir doch alles schon lange“, der hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt.

Wohin führt die Zukunft wissenschaftlicher Bibliotheken? Zu dieser Frage habe ich 8 Thesen aufgestellt:

1. Externe Entwicklungen bestimmen die Zukunft von Bibliotheken massgeblich

In Gesellschaft, Politik, Wissenschaft, Technologie finden radikale Umwälzungen statt, auf die Bibliotheken keinen Einfluss nehmen können. Diese Entwicklungen definieren jedoch die Rahmenbedingungen für Bibliotheken massgeblich. Es gilt, dies als Tatsache zu akzeptieren und zu analysieren, worin dabei die Risiken und Chancen bestehen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit  können folgende Trends genannt werden:

  • Ebene Gesellschaft: Mobilität, Medienkonsum, Informationsnutzung
  • Ebene Politik: Recht (Datenschutz, Urheberrecht); Finanzen, Forderung nach Effizienz, professionellem Management, Return on Invest (ROI)
  • Ebene Wissenschaft: Publikation, Ranking, Impact; Zugang zu und Nutzung von Information, Mobilität, Interdisziplinarität, Internationalisierung, Kommunikation, Kollaboration
  • Ebene Technologie: Cloud Computing, mobile Nutzung, Web 2.0, Semantic Web inkl. LOD, Suchmaschinen, Speicher, Digitale Identität, NFC, Wearable Devices, 3D-Printing etc.

Was bedeutet dies nun für Bibliotheken?

2. Elektronische Informationsdienstleistungen werden überregional/national/ international erbracht

IT-basierte Dienste sind nicht nur in der Nutzung sondern auch in der Erbringung ortsunabhängig. Bedingt durch die Internationalisierung der Forschung und die Mobilität der Forschenden sind nicht lokale sondern nationale Dienstleistungen gefragt. Bei einem Wechsel der Hochschule verlieren Forschende und Studierende heute noch zu oft den Zugang zu (elektronischen) Ressourcen, die sie bisher für ihre Arbeit nutzten. Die Nähe oder Distanz zum Anbieter eines elektronischen Service spielt dabei keine Rolle. Dies gilt auch für den Zugriff auf E-Ressourcen: weg von Hochschullizenzen hin zu Nationallizenzen und Open Access. In der Lehre strebt man ein sog. e-Portfolio an, damit elektronische Studienunterlagen langfristig nutzbar bleiben. Grundlage dafür ist ein hochschulübergreifendes Identitätsmanagement, an das sich auch Bibliotheken mit ihrer Nutzerverwaltung anschliessen werden.

3. Bibliotheken bündeln ihre Kräfte: Konzentration, Kooperation

Einzelne Bibliotheken sind durch die hochkomplexen technischen Lösungen tendenziell überfordert. Heute versuchen jedoch immer noch viele Bibliotheken auf möglichst vielen Gebieten Schritt zu halten und bieten lokal oft eine breite Palette von Diensten an. Diese entsprechen dann zu oft nicht dem State of the Art, wie die Nutzer ihn von kommerziellen Anbietern kennen – und von der Bibliothek erwarten. Die Politik ist jedoch nicht länger bereit, die heutigen Doppelspurigkeiten zu finanzieren (wobei hier z.T. ein Widerspruch zu den Interessen der lokalen Trägerschaft der Bibliotheken, den Universitäten, besteht). Dieser Wille zur Zentralisierung zeigt sich z.B. in den Empfehlungen und Ausschreibungen des Wissenschaftsrats (http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/10463-11.pdf) oder der Schweizer Universitätsrektorenkonferenz (Programm Wissenschaftliche Information, http://www.crus.ch/information-programme/projekte-programme/suk-programm-2013-2016-p-2-wissenschaftliche-information-zugang-verarbeitung-und-speicherung.html) . Ziel dieses Programms ist der Aufbau von nationalen Services im Bereich der wissenschaftlichen Informationsinfrastruktur. Bibliotheken tun sich mit diesem Anspruch noch schwer. Aber diese künftigen Informationsinfrastrukturdienstleister müssen nicht zwingend Bibliotheken sein. Bibliotheken müssen enger als bisher kooperieren, um die Rolle des Anbieters von nationalen Services übernehmen zu können. Ich denke dabei an die Bildung von Kompetenzzentren und Konsortien, an die Kompetenzen und Ressourcen abgetreten werden. Gleichzeitig werden sich Bibliotheken auf diejenigen Services fokussieren, die sie besser als andere erbringen können. Und die übrigen Services von Kompetenzzentren, Konsortien oder kommerziellen Anbietern beziehen. Die dafür notwendige Aufteilung der Ressourcen wird in föderalen Strukturen jedoch nicht einfach sein.

4. Bibliothek als Raum löst sich von den e-Services

Die Funktion der Bibliothek als Erbringer von e-Services für die Wissenschaft löst sich von derjenigen als Ort des Lernens, Studierens und Forschens. Beides ist wichtig, doch besteht kein kausaler Zusammenhang zwischen den beiden Arten von Dienstleistungen. Die Rolle der Bibliothek als (Dritter) Ort wird angesichts der Virtualisierung und Digitalisierung weiterhin von grosser Bedeutung sein: Es braucht Lern- und Arbeitsplätze, Orte zum Verweilen und für sozialen Austausch sowie Dienstleistungen vor Ort für Forschende, Studierende und Lehrende, wie z.B. Beratung oder Angebote im Bereich Information Literacy. Hierzu gehören auch neue Rollen und Aufgaben für Bibliothekarinnen und Bibliothekare, wie sie z.B. von embedded librarians übernommen werden.

Zudem werden weiterhin einige e-Services lokal erbracht. Ich denke dabei an zielgruppenspezifische Anpassungen und Personalisierungen der zentral angebotenen Dienste (vgl. Punkt 8.). Ebenfalls auf lokale Bestände baut die Digitalisierung. Hier tritt die Bibliothek als Content Provider in Aktion. Es ist entscheidend, dass die digitalisierten Inhalte über offene Schnittstellen bereitgestellt werden, damit sie über Portale gefunden und genutzt werden können.

5. Services richten sich an Fachgebieten aus

Die wissenschaftlichen Informationsdienstleistungen richten sich nach Fachgebieten und nicht nach einzelnen Hochschulen aus. Je nach Fachgebiet bestehen sehr unterschiedliche Arbeitsmethoden und Informationsbedarfe. Forschende einer Fachrichtung haben mehr Gemeinsamkeiten als Forschende einer Hochschule. Deshalb ist es sinnvoller, die Angebote nach den Bedürfnissen der Forschenden einer Fachrichtung auszurichten. Bibliotheken werden entsprechend fachspezifische Dienste entwickeln und betreiben und sich spezialisieren, wie sich dies bei den Virtuellen Forschungsumgebungen zeigt.

6. Bibliotheken stehen in Konkurrenz zu kommerziellen Informationsdienstleistern

Nicht nur Bibliotheken, auch kommerzielle Anbieter (Verlage, Aggregatoren) wollen Forschenden komplette Informationsdienstleistungen anbieten. Bereits heute gibt es entsprechende Angebote kommerzieller Dienstleister als interaktive Forschungsplattformen, zur Publikation auch von Forschungsdaten und zur Vernetzung von Forschungsinhalten (z.B. SpringerLink). Allerdings sind diese Plattformen jeweils auf die eigenen Verlagsprodukte beschränkt. Bibliotheken könnten hier dem Wunsch von Forschenden entsprechend verlagsübergreifende Plattformen entwickeln und anbieten. Wobei hier auch schon die grossen Datenbanken (Web of Science, Scopus) aktiv sind. Und zur Entwicklung einer konkurrenzfähigen Plattform müssten wohl die Kräfte gebündelt werden.

7. Bibliotheken erweitern ihren Sammlungs- und Vermittlungsauftrag

Die Grenzen von Publikationsformen verschwimmen. Die Bibliotheken sind heute jedoch noch stark auf Monografien, Zeitschriftenbände und den Nachweis im OPAC fokussiert. Bibliotheken werden einzelne Artikel (wie z.B. im Wissensportal der ETH-Bibliothek), primäre Forschungsdaten (wie z.B. in OpenAIRE) und Mikro-Publikationen erschliessen und verfügbar machen. Diese Inhalte werden mittels semantischer Verfahren miteinander vernetzt und über Portale nutzbar gemacht.

8. Bibliotheken bieten personalisierte Dienste an

Bibliotheken kennen ihre Zielgruppen und deren Informationsbedarfe. Sie adaptieren zentral bereitgestellte Services so, dass sie den Bedürfnissen und Wünschen ihrer NutzerInnen entsprechen. Dabei ist die Kunden- bzw. Nutzerorientierung eine Grundlage. Sie sollte jedoch auf die Zielgruppen und somit auch auf die potentiellen NutzerInnen und die Nicht-NutzerInnen erweitert werden. Entsprechend werden nicht nur Kunden und ihre Zufriedenheit erfragt, sondern das Informationsnutzungsverhalten der Zielgruppen untersucht.

Fazit

Bibliotheken haben sich (zu) lange mit sich selbst und ihrer eigenen Welt beschäftigt. Doch das Umfeld verändert sich radikal. Entsprechend sind radikale Innovationen und Veränderungen gefragt. Bibliotheken fokussieren sich, konzentrieren sich auf ihre Stärken und kooperieren eng miteinander. Bibliotheken richten sich an den Bedürfnissen ihrer Zielgruppen aus und bieten lokal attraktive Dienste an, die auf überregionalen/nationalen Services basieren.

E-Books as Catalyst for Processes of Change in Academic Libraries

This is a summary of my article published in BuB – Forum Bibliothek und Information 64 (2012) S.604-608.

E-books are not merely a new medium increasingly being offered to users of academic libraries. E-books have the potential to initiate or to accelerate the processes of change within the core responsibilities of librarianship – acquisition, basic cataloging, descriptive cataloging – and even ultimately the use of media. In my article I describe how e-books can be a catalyst for greater transformations.

It is undisputable that e-books have found their place in academic libraries. But scientific support for this assertion is not (yet) possible. Statistical data as collected for library performance indexes or reports does not have a unique category for e-books. Even the definition of the term E-Book is still generally unclear. Another question arises with the definition of holdings – what does it mean for a library’s holdings if there are temporarily licensed e-books? Or if the library offers a catalogue of e-books for Patron Driven Acquisition that are only bought when a user wants to download the document? Furthermore e-books accelerate some more changes in the process of acquisition. There are new business models and new ways of selection. The role of reference librarians will change when the selection of books is no more their main task. Then also cataloguing is influenced by e-books. If a library gives only access to a document hosted on the server of a publisher, there will be no more reason to catalogue it separately in every library. Automatic cataloguing, extraction of metadata will be more important than today. And users won’t care about a reduction of quality of metadata – as long as they can find the documents easily.

Another impact of e-books is how scientific scholarly documents are read. It is a standard that e-books are published like volumes of an e-journal: each chapter is a separate PDF document (according to an article in a volume). The download of a complete book is not allowed because this would be a copy of a complete work. This makes users read only the chapter they are really interested in and they don’t read the context of the information. This leads to a fragmentation of information. Another aspect is the bad usability of this kind of documents: the files have no specific name and have no integrated metadata. So, if you download a file, you have to rename it and organize the files on your desktop in order to find the information later on. Another issue with e-books (and e-journals) is the exclusion of non-members of the faculty. This is quite a serious problem for academic libraries in Europe, because they are usually also libraries open to the public. But this user group has got no remote access to the licensed electronic documents. A solution could be to lend the e-books electronically (e-lending). This service is offered more and more by public libraries, but hardly by academic libraries. Another question is how the usage of e-books on mobile devices as e-reader or tablets can be supported by libraries. One important task is to offer e-books in a format that can be used on these devices. Another service can be training and support for the usage of tablets and e-readers.

There are signs that e-books will develop to a new kind of media type that differs clearly from a electronic version of a print monograph. Publishers already try to offer e-books on large platforms. There the e-books – or the chapters of e-books – are linked to other resources, aggregated with metadata, eventually by linked data. Users will be able to annotate selected documents, store them and maybe share them to others. But also publishing and distribution e-books could change fundamentally. New tools give the possibility to researchers and teachers to produce enhanced e-books on their own or (maybe) supported by the library. Self produced e-books and textbooks then could be published on document servers under open access Openly Accessible.

The role of academic libraries in this context is hardly to predict. There are a lot of risks and also chances. The libraries could give support to new publishing models and offer new services to researchers and teachers. But they need to collaborate with other institutions like IT services or multimedia productions.

We find ourselves at the onset of a new development and are still lacking basic data and insights. The development of e-books and their effects on libraries, booksellers and publishing will be a central area of research for library science in the coming years.

Research Strategies

Today I worked on the new research strategy for our research field digital libraries at HTW Chur. This will be the future main focus of our activities in research in library science and also in HTW’s services for libraries. We are still discussing the details, but I am convinced that it will be a great step forward. Some of our topics are innovation in libraries, new ways of production and distribution of eBooks and their impact on libraries, semantic Web and linked open data, mobile usage of library services and much more. I’ve got the idea to develop an innovation check – a kind of maturity check for the degree of  adapting innovative tools, methods and technologies in libraries. And I didn’t forget our project technology radar…

I am also looking forward to cooperate with colleagues with different background and special know-how. And I hope that we will soon be able to publish some results.